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Deutschland in den Augen der ZUler

Luise von Finckh | Redaktion
11.03.2014
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    "Deutschland in den Augen der Welt"

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Saskia, CCM Master, 2. Semester
Saskia, CCM Master, 2. Semester

Für ihren Amerika-Aufenthalt musste Saskia ein Seminar belegen, das sie auf die dort vorherrschenden Vorurteile gegenüber den „Nazi-Deutschen“ vorbereitete. Denn obwohl das Dritte Reich lange vorbei sei und unsere Generation kaum mehr mit den Geschehnissen zu tun habe, habe sie das Gefühl gehabt, dass die deutsche nationalsozialistische Geschichte noch heute eine Rolle für viele Amerikaner spielt. Auch deshalb wünscht sie sich, dass Deutschland sich noch mehr als tolerantes Land aufstellt und vielleicht die doppelte Staatsbürgerschaft überdenkt. Saskias Deutschland: jung, vielfältig und selbstreflektiert.

Aras, SPE-Bachelor, 2. Semester
Aras, SPE-Bachelor, 2. Semester

Aus Aras' Erfahrungen wird Deutschland immer als eine sehr fleißige, effiziente Nation wahrgenommen, die aber politisch Neutralität wahrt. In seinem Heimatland, der Türkei, sei man enttäuscht über die karge Unterstützung der Deutschen in Bezug auf deren EU-Beitritt. Deutschland sei ein Weichei. Aras wünscht sich ein Deutschland, das offensiver, aggressiver und überzeugter Standpunkte setzt. Es solle seine wirtschaftliche Macht auch nutzen, um gegen Menschrechtsverletzungen in anderen Ländern vorzugehen. Das sei unsere Verpflichtung. Aras' Deutschland: bunt, fleißig und diszipliniert.

Beat, Benedikt und Victor, CME-Bachelor, 1. Semester
Beat, Benedikt und Victor, CME-Bachelor, 1. Semester

Victor (Bild) hat sieben Monate lang in China gelebt und ist dort auf ein sehr positives Bild gestoßen. So werde Deutschland als starke Wirtschaftsnation und guter Arbeitspartner angesehen. Außerdem sei es natürlich bekannt für die guten Autos und das gute Bier. Etwas frivol erschien ihm der Chinese, der Hitler für seine Führungskraft gelobt hatte.

Auch Benedikt und Beat sind nur auf Zuspruch zur deutschen Wirtschaftsstärke gestoßen. Dennoch betont Benedikt, dass die südlichen Nationen Europas bestimmt keine Freunde der deutschen Politik in der EU seien. Die drei Erst-Semester sehen genau darin die Aufgabe Deutschlands: sich zukünftig zwar solidarisch zu verhalten, aber sich selbst nicht zu vernachlässigen. Vor allem müsse Deutschland wettbewerbsfähig bleiben und es dürfe sich nicht von anderen EU-Staaten runterziehen lassen. Victors, Benedikts und Beats Deutschland: zuverlässig, sozial und cool.

Gloria, Cornelius und Carla (v.l.n.r.), SPE-Bachelor, 3. Semester
Gloria, Cornelius und Carla (v.l.n.r.), SPE-Bachelor, 3. Semester

Gloria, Carla und Cornelius wurden im Ausland mit bekannten deutschen Klischees konfrontiert. Die Deutschen seien spießig, fleißig und perfektionistisch. Cornelius weist auf Deutschland als „europäischen Hegemon“ hin. Er ist sich sicher, dass die deutsche Führungsposition in der EU sicher nicht nur Sympathisanten findet. Auf der anderen Seite sei Deutschland aber auch attraktiv und zukunftsbringend für junge Europäer. Glorias, Carlas und Cornelius' Deutschland: tolerant, wirtschaftlich erfolgreich und durchsetzungsstark.

Isabel, 4. Semester
Isabel, 4. Semester

Als Isabel beim Roten Kreuz in Uganda gearbeitet hat, half sie mit, Struktur in die Arbeit vor Ort zu bringen. Ihre afrikanischen Mitarbeiter seien begeistert gewesen von ihrem Organisationstalent, hätten sie aber anschließend als „deutschen Roboter“ bezeichnet. Die Deutschen seien effizient, produktiv und strukturiert, aber eben auch sehr kühl und wenig begeisterungsfähig. Isabel wünscht sich für Deutschland, dass es zwar seine Stärken beibehält, sich aber von einer Leistungsgesellschaft entfernt und mehr Raum für Träume und Begeisterung lässt. Isabels Deutschland: weltoffen, penibel und sicher.

Leif, SPE-Bachelor, 3.Semester
Leif, SPE-Bachelor, 3.Semester

Deutschlands Reputation variiere von Gebiet zu Gebiet, meint Leif. Als gute Freunde der Deutschen würde er die Nordeuropäer beschreiben, die südlichen Staaten und Amerika hätten bestimmt ein eher kritisches Bild von Deutschland.
Der typische Deutsche wäre seiner Meinung nach, hart arbeitend, unlustig und unpolitisch. Für die Zukunft hofft er, ohne gleich als Nazi oder Populist bezeichnet werden zu wollen, einen kritischeren Umgang mit Toleranz. Außerdem fände er die Legalisierung von Drogen angebracht, so könnte man aktiv Süchtigen helfen und dem Schwarzmarkt entgegenwirken. Leifs Deutschland: korrekt, verschlossen und zurückhaltend.

Leonardo, PMG-Bachelor, 5. Semester
Leonardo, PMG-Bachelor, 5. Semester

Leonardo hat in einem Spiegel-Artikel gelesen, dass Deutschland im Ausland als das beliebteste Land gilt. Er persönlich wünscht sich ein Deutschland, dass seine politischen und wirtschaftlichen Stärken besser nutzt und Führungsstärke in der EU-Außenpolitik zeigt. So solle sich Deutschland für eine Stärkung der Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik einsetzten, sodass Militäreinsätze wie beispielweise in Mali nur unter europäischer Flagge durchgeführt werden. Deutschland befinde sich in einer Überzurückhaltung, es sollte Ländern wie Israel oder Polen trotz beziehungsweise gerade auf Grund unserer historischen Schuld offener kritisieren und gleichzeitig umfassend unterstützen. Leonardos Deutschland: zurückhaltend, verlässlich und konstruktiv.

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Titelbild und Bilder im Text: Leo Fenster /  ZU

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